TYPO3-Hosting, Wartung & SLA
Eine TYPO3-Plattform ist am Tag des Onlinegangs nicht fertig, sie fängt erst an. Ab dann zählen Sicherheitsupdates, Backups, Monitoring und jemand, der reagiert, wenn etwas klemmt. Wir betreiben Plattformen aus unserer eigenen Entwicklung und übernehmen bestehende TYPO3-Systeme in den Betrieb, jeweils mit festen Wartungsfenstern. Drei Betriebsstufen legen fest, wie schnell wir reagieren und wie rasch eine Plattform wieder läuft.
Betriebsmodelle
Wo Ihre Plattform läuft, entscheiden Ihre Vorgaben, nicht unser Rechenzentrum. Wir betreiben auf Ihrer eigenen Infrastruktur und docken an vorhandenes Monitoring und Backup an. Oder wir betreiben managed in europäischen Rechenzentren mit eigenen Ressourcen, auf Wunsch georedundant. Dazwischen liegt der hybride Betrieb, etwa mit Frontend und CDN außen und den Kernsystemen intern.
In jeder Variante gehören ein CDN und auf Wunsch eine Web Application Firewall mit DDoS-Schutz dazu.
Leistungen im laufenden TYPO3-Betrieb
Deployments laufen über CI/CD, immer erst auf Staging und dann in die Produktion. Monitoring beobachtet Verfügbarkeit, Performance und Logs und alarmiert, bevor Ihre Nutzerinnen und Nutzer etwas merken. Sicherungen spielen wir regelmäßig testweise zurück, damit klar ist, dass sie im Ernstfall funktionieren. Patches spielen wir nach festen Regeln ein, die Härtung reicht bis zu den Sicherheits-Headern.
Für Prüfungen und Audits dokumentieren wir Betriebshandbücher, Notfallabläufe und Architektur. Protokollierung und Verträge zur Auftragsverarbeitung sind Teil des Betriebs, nicht ein Nachtrag.
Vier Websites, eine Plattform
Ein öffentlicher Auftraggeber betreibt vier Websites mit zusammen mehr als 5.000 Seiten auf einer gemeinsamen TYPO3-Instanz, mit hohen Sicherheitsanforderungen. Wir betreuen die Plattform seit 2019. Im Backend gilt Zwei-Faktor-Anmeldung, personenbezogene Daten werden automatisch und DSGVO-konform gelöscht, davor arbeiten CDN, Web Application Firewall und DDoS-Schutz.
Als eine der Websites eigene Wege gehen sollte, haben wir sie als eigenständige Plattform aus dem Verbund herausgelöst. Betrieb heißt bei uns auch, die Architektur mitwachsen zu lassen, wenn sich der Bedarf ändert.
Betriebsstufen und Reaktionszeiten
Für alle Stufen gilt: Wartung monatlich oder quartalsweise mit Protokoll, tägliche Sicherung, Sicherheitsupdates nach Schweregrad. Reaktionszeiten gelten innerhalb der Servicezeiten.
| Stufe | Servicezeiten | Reaktionszeit | Monitoring | Wiederherstellung | Geeignet für |
|---|---|---|---|---|---|
| Basis | Mo–Do 9–17 Uhr, Fr 9–15 Uhr | Ausfall: 1 Werktag, Störung: 3 Werktage, Anfrage: 5 Werktage | Erreichbarkeit | innerhalb von 3 Werktagen, Datenstand höchstens 24 h alt | Informationsseiten, Microsites, Kampagnen |
| Standard | Mo–Do 9–17 Uhr, Fr 9–15 Uhr | Ausfall: 4 h, Störung: 1 Werktag, Anfrage: 3 Werktage | Erreichbarkeit, Zertifikate, Sicherungen | innerhalb von 24 h, Datenstand höchstens 24 h alt | Corporate Websites |
| Erhöht | Mo–Do 9–17 Uhr, Fr 9–15 Uhr; Rufbereitschaft zusätzlich vereinbar | Ausfall: 2 h, Störung: 4 h, Anfrage: 1 Werktag | wie Standard, dazu Antwortzeiten, Alarmierung und Verfügbarkeitsbericht | innerhalb von 4 h, Datenstand höchstens 24 h alt | Portale, Intranets, geschäftskritische Plattformen |
Sicherheitsupdates handhaben wir in allen Stufen gleich: Kritische Lücken haben Vorrang und werden auch außerhalb des Wartungszyklus eingespielt oder abgesichert, alle anderen im nächsten Wartungsfenster.
Die verbindlichen Fristen nach Schweregrad halten wir im Betriebsvertrag fest, ebenso die Stufe, den Wartungszyklus und in der Stufe Erhöht auf Wunsch eine Verfügbarkeit von 99,5 % im Jahresmittel. Rufbereitschaft außerhalb der Servicezeiten vereinbaren wir bei Bedarf zusätzlich.
Wartungsfenster und Updates
Updates spielen wir in angekündigten Wartungsfenstern ein, meist nachts oder am Wochenende. Vor jedem Eingriff gibt es ein Backup oder einen Snapshot, danach eine Abnahme nach Checkliste. Geht doch etwas schief, ist der Rückweg vorbereitet.
Backups und Wiederanlauf
Wie viel Datenverlust und Ausfallzeit vertretbar sind, legen wir pro Anwendung fest, zum Beispiel höchstens 24 Stunden Datenverlust und vier Stunden bis zum Wiederanlauf. Wir sichern täglich inkrementell und wöchentlich voll, außer Haus in einem Objektspeicher. Wiederanlaufpläne üben wir, statt sie nur aufzuschreiben.
Übernahme in den Betrieb
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Analyse
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Architektur & Betriebshandbuch
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Härtung & Onlinegang
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Betrieb
Häufige Fragen zu Hosting und SLA
Betreiben Sie auch auf Kunden-Servern?
Ja. On-Premises, in Kunden-Clouds oder hybrid.
Sind die Rechenzentren in der EU?
Ja, bei Managed-Setups setzen wir auf EU-Rechenzentren.
Welche Schutzmaßnahmen gibt es am Edge?
Vor der Plattform arbeiten CDN, Web Application Firewall und DDoS-Schutz, dazu kommen TLS, HSTS und Sicherheits-Header. Auf Wunsch begrenzen wir Bots und Anfrageraten.
Wie spielen Sie Sicherheitsupdates ein?
Nach Schweregrad: Kritische Lücken haben Vorrang und werden auch außerhalb des Wartungszyklus eingespielt oder abgesichert, alle anderen im nächsten Wartungsfenster. Die verbindlichen Fristen stehen im Betriebsvertrag, jeder Eingriff ist dokumentiert.
Welche Uptime garantieren Sie?
In der Stufe Erhöht können Sie eine Verfügbarkeit von 99,5 % im Jahresmittel vereinbaren, extern gemessen und mit Gutschrift bei Unterschreitung. In den anderen Stufen sagen wir keine Verfügbarkeit zu, überwachen die Erreichbarkeit aber laufend.
Bieten Sie auch Application-Monitoring an?
Ja, zusätzlich zu Uptime überwachen wir Performance, Fehler, Logs und Tracing mit Alarmierung.
Übernehmen Sie den Betrieb nach einem Upgrade/ELTS?
Ja, wir übernehmen auch bestehende TYPO3-Systeme in den Betrieb. Wie wir ältere Versionen weiter absichern, steht unter ELTS; den Ausgangspunkt für ein Upgrade zeigt der Upgrade-Check.